"Bericht im Hamburger Abendblatt"
 

So hilft Hamburg

Eine Delegation der Medien-Initiative "Hamburg hilft den Flutopfern"

hat in Dresden und Umgebung weitere Spenden übergeben. Unter anderen

erhielten Ute Joßt in der sächsischen Landeshauptstadt und Regina

Rochlitzer (53) im benachbarten Pirna je einen Scheck über 10 000

Euro, damit sie ihre von der Flut zerstörten Wohnungen noch vor dem

Winter wieder in Stand setzen können. Viele hätten Hilfe versprochen.

Zum ersten Mal aber habe jemand Wort gehalten, dankte Regina

Rochlitzer unter Freudentränen den Hamburger Spendern. Insgesamt hat

Freudentränen: Ute Joßt (48) nimmt in Dresden 10 000 Euro von

Abendblatt-Herausgeber Peter Kruse (64) entgegen.

die Delegation bei ihrer achten und vorerst letzten Reise nach Sachsen

noch einmal knapp 1,4 Millionen Euro aus dem Spendentopf verteilt. 700

000 Euro gingen beispielsweise an die besonders schwer getroffenen

Bewohner des Müglitztales. 140 000 Euro überreichte Karl-Joachim

Dreyer (60), Haspa-Vorstand und Präses der Handelskammer, an eine

Kindertagesstätte in Dresden. Ein soziales Zentrum in Gohlis erhielt

32 500 Euro. Und die Wohnungsgenossenschaft in Cossebaude, die 150 000

Euro entgegennahm, kann nun darangehen, die 52 Erdgeschoss-Wohnungen

zu sanieren, die allesamt seit dem Hochwasser unbewohnbar sind. Die

bisherige Bilanz der Hilfsaktion: Von den 12,8 Millionen Euro, die die

Hamburger Bevölkerung spendeten, sind bisher knapp 10,9 Millionen Euro

nach Dresden und in die benachbarten Gemeinden geflossen. Für die neu

angelaufene Aktion in Tschechien sollen bis zu 1,5 Millionen Euro

aufgewandt werden. "Damit haben wir noch eine kleine Winterreserve",

sagt Knut Fleckenstein (48), Geschäftsführer des

Arbeiter-Samariter-Bundes Hamburg. "Wir gehen davon aus, dass manches

flutgeschädigte Haus den Frost nicht überstehen wird. Mit dem

verbliebenen Geld können wir spontan reagieren."

Spendenkonto: Arbeiter-Samariter-Bund Hamburg, Konto 150 151,

Hamburgische Landesbank, BLZ 200 500 00, Kennwort "Hamburg hilft den

Flutopfern".

erschienen am 16. Nov 2002 im Hamburger Abendblatt

www.abendblatt.de

 

 

zurück